„Von der Kooperation werden sowohl NIM als auch TUM profitieren“, sagt Prof. Goerg. „So sind gemeinsame Promotionen, Forschungsprojekte und Konferenzen angedacht. Auch Studierende werden dadurch profitieren, da wir beabsichtigen, das NIM beispielsweise über Abschlussarbeiten und Projektstudien in die Lehre am TUMCS einzubinden.“
Seit mehr als 20 Jahren erforscht Sebastian J. Goerg, wie Individuen Entscheidungen treffen, mit besonderem Fokus auf die psychologischen und ökonomischen Treiber von Motivation, Normbefolgung, Verhaltensänderung und Konsumentenverhalten. Seine Arbeit untersucht, wie Anreize, Überzeugungen und soziale Normen individuelle Entscheidungen prägen – von alltäglichen Konsumentscheidungen bis hin zu kooperativem Verhalten in Organisationen und der Gesellschaft. Seine empirische Forschung folgt einem Multi-Methoden-Ansatz, der Labor-, Feld- und Online-Experimente mit Befragungsstudien und ökonometrischen Analysen verbindet.
Sebastian J. Goerg promovierte summa cum laude an der Universität Bonn im Jahr 2010 unter der Betreuung von Nobelpreisträger Reinhard Selten. Seine Forschungs- und akademischen Leistungen wurden mit mehreren Auszeichnungen gewürdigt, darunter der Heinz-Sauermann-Preis für die beste Dissertation in Experimenteller Wirtschaftsforschung, der TUMCS Teaching Excellence Award sowie der Supervisory Award des TUMCS Graduate Center. Seine akademische Laufbahn führte ihn an Institutionen auf drei Kontinenten, darunter Gastaufenthalte an der Shanghai Jiao Tong University (2007–2008) und der University of Michigan (2011–2012), eine Position als Senior Researcher am Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern (2009–2012) sowie eine Tenure-Track-Professur an der Florida State University (2012–2018), bevor er 2018 an die TUM wechselte.