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Sustainability Dialogue an der TUM: Regulierung und Verantwortung als Schlüssel für eine nachhaltige Unternehmenszukunft

Wie können Unternehmen den steigenden regulatorischen Anforderungen gerecht werden und zugleich nachhaltig wirtschaften? Diese Frage stand im Mittelpunkt des „Sustainability Dialogue“ an der Technischen Universität München (TUM). Unter dem Titel „Regulation & Responsibility: Shaping a Sustainable Future“ diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Praxis am 15. Januar im Vorderholzer Forum auf dem TUM-Stammgelände über aktuelle Entwicklungen im Bereich Nachhaltigkeit und Unternehmensverantwortung.

Eine Konferenz an runden Tischen im Uhrenturm der TUM, einem hohen, quadratischen Raum, der in Rot-, Violett- und Orangetönen beleuchtet ist. Eine Stahltreppe windet sich an den Wänden entlang nach oben.

Der Sustainability Dialogue fand dieses Mal auch im historischen Uhrenturm der TUM statt.

Bereits am Vorabend fand in der inspirierenden Umgebung des historischen Uhrenturms der TUM ein Dinner statt, bei dem Matthias Ballweg (CIRCULAR REPUBLIC & UnternehmerTUM) über „Beyond Tree-Hugging: Kreislaufwirtschaft als Geschäftsmöglichkeit dieses Jahrhunderts” referierte. „Vielen Dank auch an Luc Albert für den inspirierenden Vortrag und dafür, dass er uns an seiner Reise vom Business Manager zum Nachhaltigkeitsenthusiasten teilhaben ließ und wertvolle Einblicke in seine Arbeit bei Swiss Re und der Anthesis Group gab“, sagte Organisator Prof. Alexander Hübner vom Lehrstuhl für Supply and Value Chain Management am TUM Campus Straubing. „Es war großartig zu sehen, wie strategisches unternehmerisches Denken und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen können und wie sich persönliche Karrierewege so entwickeln können, dass sie echte Wirkung erzielen.“

Kompetenzen für Unternehmen im Wandel stärken 

Die Veranstaltung einen Tag später wurde von Prof. Dr. Claudia Peus, Vizepräsidentin der TUM und Direktorin des TUM Institute of Life Long Learning, sowie Prof. Hübner eröffnet. Ziel des Dialogformats ist es, Kompetenzen für Unternehmen im Wandel zu stärken und den Wissenstransfer zwischen Forschung und Praxis gezielt zu fördern. 

Einen inhaltlichen Schwerpunkt bildete das Thema ESG-Reporting. In der Session „ESG-Reporting: Transparenz für eine nachhaltige Zukunft?“ beleuchteten Prof. Dr. Jürgen Ernstberger (TUM School of Management), Dr. Katharina Kerl (Senior Managerin, KPMG Germany) und Dr. Christine Prauschke (CEO, Leadity) die wachsende Bedeutung transparenter Nachhaltigkeitsberichterstattung für Unternehmen, Investoren und weitere Stakeholder. 

Anschließend diskutierten Prof. Dr. Stefan Gold (TUM Campus Straubing), Sebastian Zingsheim (GEA Group) und Prof. Dr. Tobias Wollermann (Otto Group) die aktuellen Entwicklungen rund um das Lieferkettengesetz. Unter dem Titel „Rules that Matter“ ging es insbesondere um die Frage, warum Transparenz in globalen Lieferketten ein entscheidender Faktor für verantwortungsvolles Wirtschaften bleibt. 

Ein weiterer Höhepunkt war die Paneldiskussion zum Spannungsfeld zwischen Regulierung, Bürokratieabbau und Nachhaltigkeit. Moderiert von Prof. Dr. Sebastian Goerg (TUM Campus Straubing) diskutierten Prof. Dr. Claudia Peus, Melanie Kubig-Hardewig (Deutsche Telekom), Stefan Haensel (Lidl) und Hanna Rieder (Voith) darüber, wie politische Rahmenbedingungen gestaltet sein müssen, um nachhaltige Transformationen in Unternehmen wirksam zu unterstützen, ohne Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit zu hemmen. 

Mit dem Sustainability Dialogue bietet die TUM eine Plattform, auf der aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse mit praktischen Erfahrungen aus Unternehmen zusammengeführt werden. Das Format ist Teil der Weiterbildungs- und Dialogangebote des TUM Institute of Life Long Learning und richtet sich an Fach- und Führungskräfte, die Nachhaltigkeit strategisch in ihren Organisationen verankern möchten. Die Veranstaltung endete am Nachmittag mit einem gemeinsamen Fazit und dem Ausblick auf künftige Dialogformate.